Ab in den Süden auf dem Meridiem-Trail

Der neue Meridiem-Trail ist mehr als Radfahren: Mit einem GPS-System samt digitalem Reiseführer fährt man auf einem durchgängigen Radweg 600 Kilometer „ad Meridiem“ – nach Süden.
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Dieser Trail ist wie ein Versprechen: nämlich jenes, die Sehnsucht nach dem Süden, nach Sonne, Leichtigkeit und Freiheit zu stillen. Dem Meridiem-Trail scheint all das zu gelingen – dank dem Herzblut seiner Initiatoren und genialer Technik im Gepäck. Denn auf dem insgesamt 600 Kilometer langen Fernradweg von Wien nach Villach begleitet Radbegeisterte stets ein eigenes GPS-System samt digitalem Reiseführer. Es ist fast so, als hätte man den persönlichen Rad-Guide strampelnd und winkend und nie aus der Puste vor sich auf dem Radweg.

Digitales im Gepäck

Mit dem Navigation Pack erhalten Freizeitsportler über das System „Ride with GPS“ nicht nur die genaue Route, sondern auch Tipps für radfreundliche Unterkünfte (die man gleich buchen kann), nette Restaurants, spannende Sehenswürdigkeiten, Infos zum Wetter und sogar zur Beschaffenheit der Straße. Initiiert und geschnürt wurde das Paket rund um den wahrscheinlich sonnigsten Radweg aller Zeiten von Christian Kresse, dem früheren Geschäftsführer der Kärnten Werbung, jetzt Chef der CKC Motion GmbH, sowie den Entscheidungsträgern aller zwölf Regionen, durch die der Weg führt.

In die Vergangenheit

Und dem Meridiem-Trail gelingt noch viel mehr, als sonnige Zeiten zu versprechen – er führt seine Gäste nämlich nicht nur vorwärts, sondern auch zurück in die Vergangenheit. Mit dem Rad geht es in zwölf Etappen südwärts – und die Geschichte wird dabei nie links liegen gelassen. Mit dem Start in Wien, dem ehemaligen Vindobona, führt der Anfang März eröffnete Trail durch zahlreiche ehemalige römische Städte und Siedlungen bis nach Villach, das ehemalige römische Santicum. Wer dann noch ein paar Kilometer drauflegen möchte, kann über die alte Römerstraße noch weiter bis nach Aquileia radeln, der damals bedeutendsten römischen Stadt an der nördlichen Adria. Und von dort ist es sowieso nur noch ein Katzensprung bis ans Meer…

Wo alles beginnt

Aber der Reihe nach: Die Tour beginnt nicht mit Meeresrauschen, sondern ganz urban – im Herzen von Wien. An der Urania im ersten Bezirk führt der Weg über den Prater auf die Donauinsel. Entlang der Donau am Donauradweg bieten sich zwei Möglichkeiten, die Donau zu überqueren: entweder mit der Radfähre bei Orth über die Donau oder, ein Stück weiter, vor Hainburg über die Andreas-Maurer-Brücke. Vorbei an der großartigen Römerstadt Carnuntum geht es in die beschauliche Kleinstadt Bruck an der Leitha. Für den leidenschaftlichen Radfahrer Christian Kresse die „perfekte gemütliche Startetappe.“

Die Etappen

Die weiteren Ziele im Schnelldurchlauf sind Eisenstadt, Köszeg in Ungarn, Güssing, Feldbach, Graz, Eibiswald, Klopeiner See, Klagenfurt, Wörthersee und Villach. Der Trail bahnt sich seinen Weg also durch fünf Bundesländer sowie die ungarischen Städte Sopron und Köszeg. Wer einen Abstecher über den 662 Meter hohen Radlpass nach Radlje an der Drau macht, kann Slowenien übrigens auch noch mitnehmen.

Mit Bike und Bahn

Die Radweg-Strecke führt praktischerweise an 15 Bahnhöfen vorbei. Mit der Koralmbahn und den Verbindungen von ÖBB und der Westbahn können Radfahrer nach Belieben zu- und aussteigen und so die Etappen verkürzen, den Trail von woanders starten und natürlich auch am Wunschzielort beenden.

Es geht noch weiter

Der Meridiem Trail hat mit Villach außerdem einen direkten Anschluss an den Ciclovia Alpe Adria Radweg nach Grado beziehungsweise Salzburg und mit Wien eine direkte Verbindung zum Donauradweg und erweitert damit das europäische Radwegenetz um eine neue Südradstrecke.

Das richtige Rad finden

Doch welcher fahrbare Untersatz ist der richtige? Mountainbike, Gravelbike, Rennrad, Citybike oder doch ein E-Bike? – Heute kauft sich niemand einfach nur ein Fahrrad. Und weil die Suche nach dem perfekten Bike mittlerweile zur Wissenschaft geworden ist, hier ein (grober und stark vereinfachter) Überblick im Radlkeller: Ein Mountainbike eignet sich, wie der Name schon sagt, zum Fahren in den Bergen und im Gelände. Auf Asphalt kann es wegen der speziellen Bereifung etwas langsamer sein. Ein Gravelbike wiederum sieht mit dem gebogenen Lenker aus wie ein Rennrad, kann aber auch auf Schotterstraßen und Feldwegen gut fahren. Ein „Graveler“ schafft auch nicht gut ausgebaute und holprige Nebenstraßen gut. Wer schnell sein möchte, greift seit jeher zum Rennrad. Durch die schmalen Reifen eignet es sich allerdings nicht für grobe Schotter- und Feldwege – auf Asphalt freilich sind Bestzeiten möglich! Das Citybike ist – nomen est omen – die beste Wahl für kurze Strecken durch die Stadt. Man sitzt sehr aufrecht auf einem Citybike und der Sattel ist bequem, wenn man beispielsweise zum Wochenmarkt fährt.

Oder doch ein E-Bike?

All diese Fahrradtypen gibt es mittlerweile auch als E-Bikes. Mit einem E-Bike schafft man längere Strecken in kurzer Zeit. Die elektrische Unterstützung hilft also auch Sportanfängern, weit zu kommen. E-Bikes sind allerdings sehr schwer und Anfänger sollten vor allem beim Bergab-Fahren vorsichtig sein. Doch egal, ob Fernradweg oder gemütliche Sonntagstour, ob mit dem E-Bike oder einem Rennrad: Es ist Zeit, auf Touren zu kommen!

Hier gibt es alle Infos zum Meridiem-Trail

Auf der Webseite www.meridiemtrail.com gibt es alle Infos. Hier kann man alle Touren selbst planen und buchen oder Reiseveranstalter nutzen.

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