Dieser Wein kennt keine Grenzen

In Slowenien heißt sie Rebula, in Italien Ribolla Gialla: Jene uralte autochtone Rebsorte, die in der Brda und im Collio eine besondere Rolle spielt. Sie wird zu fruchtig-frischen Weißweinen verarbeitet, die mittlerweile in der obersten Liga mitspielen.
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Zwei Länder, eine Weinregion, ein Wein: Brda-Collio ist die Heimat des Rebula-Ribolla Gialla.

Schon die Habsburger liebten diesen herrlichen Weißwein aus dem Görzer Hügelland, dessen Wurzeln bis ins 13. Jahrhundert zurückgehen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden hier mit dem Lineal die Grenzen zwischen Italien und Jugoslawien gezogen – quer durch Weingärten und Bauernhäuser, ohne Rücksicht auf die Menschen, die jahrhundertelang friedlich miteinander lebten und ihr Terrain bearbeiteten. Heute sind diese Grenzen längst verschwunden und Brada-Collio präsentiert sich als eine gemeinsame Weinregion mit dem Aushängeschild Rebula-Ribolla Gialla.

Die elf Winzer mit Weinautorin Caroline Gilby, Top-Sommelier Gašper Čarman und Giovanni Bigott, Experte für biologischen Weinbau.

Die elf Winzer mit Weinautorin Caroline Gilby, Top-Sommelier Gašper Čarman und Giovanni Bigott, Experte für biologischen Weinbau.

Masterclass

Erst kürzlich fand die „Rebula Wine Experience“ mit Vergleichsverkostung in der Villa Vipolze statt, bei der elf Winzer ihre besten Weine internationalen Weinexperten und Journalisten vorstellten: Dolfo, Edi Simčič, Erezetič, Ferdinand, Klet Brda, Marjan Simčič Domaine, Medot und Ščurek aus Slowenien und Gradis’cutta, Jermann und Šturm aus Italien. Als Aperitif wurde im Klet Brda prickelnder Rebula-Ribolla Gialla serviert, ein Highlight war der Rebula Sinefinis Rebolium, ein Gemeinschaftsprojekt des slowenischen Weingutes Ferdinand mit dem italienischen Gradis’cutta.

Beispiel grenzenloser Zusammenarbeit: Matjaž Četrtič und Robert Princic produzieren gemeinsam den „Rebula Sinefinis Rebolium“.

Beispiel grenzenloser Zusammenarbeit: Matjaž Četrtič und Robert Princic produzieren gemeinsam den „Rebula Sinefinis Rebolium“.

Boden, Wind und Sonne

Von Marjan Simčič, Präsident des Weinkonsortiums Brda, erfahren wir, warum die Rebsorte gerade hier so gut gedeiht: „Der Held unserer Region ist der Boden, den wir ‚Opoka‘ nennen. Ein mineralischer Tonmergel, in dem die Wurzeln bis zu 13 Meter tief nach Nährstoffen suchen können, was den Säuregehalt erhöht. Und dann haben wir die Bora, die kräftig durch die Weinstöcke bläst, was die Reben gesund hält.“ Außerdem fühlt sich die Rebula-Ribolla Gialla in diesem hügeligen Land zwischen dem Meer und den Bergen sehr wohl, mag den Regen und die Sonne. Die Traube reift länger als alle anderen Weißweinsorten und wird Ende September als letzte geerntet. Daher ist sie bei gleichem Säure- und Zuckerwert größer als die anderen, was einen leichteren Wein ergibt.

Opoka wird der besondere Boden in dieser Region genannt.

Opoka wird der besondere Boden in dieser Region genannt.

Vom Schnitt zum Spitzenwein

Früher erreichte der Wein nur zehn Grad und wurde als Schnitt verwendet, um die Säure anderer Weine zu reduzieren. Die heutigen Rebula-Ribolla Gialla-Weine sind reinsortig, werden vorrangig in Stahltanks ausgebaut, begeistern in stiller sowie prickelnder Form mit ihrer leichten Frische, ihren fruchtig-blumigen Aromen und kommen auf 12-13 Grad. Perfekt zu Fisch und mediterranen Gerichten. Sie werden aber auch im Holzfass oder in der Amphore als Orange-Wein ausgebaut und aus den getrockneten Trauben werden tolle Süßweine produziert. Mehr über diesen wunderbaren Wein und die Region erfährt man auf www.brdahomeofrebula.si

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