Eine Stadt zum Verlieben

Auf den ersten Blick mag Bassano del Grappa im Veneto etwas retro wirken, aber das täuscht. Die historischen Plätze, verwinkelten Gassen und vor allem die berühmte Brücke sind voll des Lebens und bieten alles, was wir an Italien so lieben. 
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Die berühmte Holzbrücke nach einem Entwurf von Palladio ist Wahrzeichen der Stadt, der Blick auf den Monte Grappa und die Altstadt mit dem Schloss ist grandios. 

Die malerische Stadt im Veneto verdankt ihren Namen nicht dem berühmten Destillat, sondern dem Monte Grappa, dem Berg im Norden von Bassano. Ideales Ziel für einen Kurzbesuch, bei dem Sie das nicht versäumen sollten:

Sehen und gesehen werden: Beim Nardini an der Ponte versammeln sich die Einheimischen zum Aperitivo.

Sehen und gesehen werden: Beim Nardini an der Ponte versammeln sich die Einheimischen zum Aperitivo.

Die berühmte Holzbrücke
Die Bewohner nennen sie schlicht „Ponte Vecchio“, obwohl sie offiziell „Ponte degli Alpini“ heißt. Ein beliebter Treffpunkt, auf dem immer ein angenehmes Lüftchen weht, das vom Berg herunterkommt. Überquert man sie Richtung Westen, gelangt man ins belebte Ausgehviertel mit urigen Osterien und feinen Restaurants. Empfehlenswert: Bistrot „Noikos“ mit sensationellem Menú Aperitivo, „Birreria Löwen“ mit riesiger Auswahl an herzhaften Bruschette oder „Impronta Ristorante“, ein Erlebnis für Gourmets.

Das Cafe Ponte Vecchio im belebten Ausgehviertel.

Das Cafe Ponte Vecchio im belebten Ausgehviertel.

Kult-Getränke probieren
Auf der Altstadt-Seite der Brücke liegt die Distilleria Nardini, ältester Grappahersteller Italiens, wo man sich zur Happy-Hour trifft. Das Kult-Getränk: „Mezzo e mezzo“ – eine Likör-Kreation von Nardini aus rotem Wermut, Rhabarber-Likör, Soda und einem Stück Zitrone.

Das Grappamuseum von Poli kann man täglich kostenlos besuchen.

Das Grappamuseum von Poli kann man täglich kostenlos besuchen.

Gleich gegenüber lädt die bekannte Destillerie Poli, täglich zum kostenlosen Besuch des „Museo della Grappa“ ein. 

 „Mezzo e mezzo“ wurde von Nardini kreiert, bekommt man aber in jeder Bar.

 „Mezzo e mezzo“ wurde von Nardini kreiert, bekommt man aber in jeder Bar.

Über die Piazza flanieren
Auf den Plätzen der Altstadt, der „Piazza Libertà“ und der „Piazza Garibaldi“, reihen sich Lokale und Geschäfte aneinander. Beliebt: Bar Danieli, die mittags und abends in ein Restaurant umfunktioniert wird und man sonntags bis 15 Uhr brunchen kann.

Das Danieli an der Piazza Libertà ist ein beliebter Treffpunkt.

Das Danieli an der Piazza Libertà ist ein beliebter Treffpunkt.

Einzigartige Buchhandlung
Im Herzen der Stadt liegt eine der schönsten Buchhandlungen der Welt: die Libreria Palazzo Roberti. In einem Adelspalast untergebracht, findet man hier eine riesige Auswahl an Büchern, außerdem werden Lesungen, Konzerte etc. veranstaltet.

Die Buchhandlung im Palazzo Roberti im Zentrum der Stadt.

Die Buchhandlung im Palazzo Roberti im Zentrum der Stadt.

Probieren und Gustieren
„El Bocon del Prete“ ist ein Feinschmeckerparadies mit regionalen Spezialitäten sowie Schokolade aus eigener Produktion. Einzigartig: die „Bottega del Baccalà“, in der Stockfisch in allerlei delikaten Varianten verarbeitet wird. Die „Bottega del Pane“ ist nicht nur für knuspriges Brot, sondern auch köstliche Pizzette bekannt. Wer Süßes liebt, muss die Konditorei „Dolce Bassano“ besuchen. Das schönste Modegeschäft ist das „Cenere“ – hier findet man auf drei Ebenen alle angesagten Marken. Ein echt cooler Laden für Herrenmode ist Searsland von Stilikone Mario Bonamigo. Wer auf der Suche nach außergewöhnlichen Souvenirs und Schallplatten ist, geht ins „Dischi Ponte“. 

Die Macarons in der Konditorei Dolce Bassano sind eine Sünde wert!

Die Macarons in der Konditorei Dolce Bassano sind eine Sünde wert!

Das Schloss besichtigen
Über der Stadt thront das „Castello degli Ezzelini“. Wer möchte, kann hier oben im „Hotel Al Castello“ wohnen. Geht man östlich ins Zentrum zurück, kommt man zum „Viale dei Martiri“. Ein trauriges Kapitel der Geschichte, denn an den Bäumen der Straße wurden im Jahr 1944 junge Widerstandskämpfer aufgehängt.  

Blick vom Schloss auf die alte Holzbrücke.

Blick vom Schloss auf die alte Holzbrücke.

Beeindruckende Museen
In der Villa Ca‘ Erizzo Luca an der Brenta befand sich im Ersten Weltkrieg ein Lazarett, wo der junge Ernest Hemingway nach seiner Verwundung an der Isonzo-Front versorgt wurde. Ihm zu Ehren entstand hier ein Museum, das auch dem „Großen Krieg“ gewidmet ist. Direkt am Fluss liegt der sehenswerte „Palazzo Sturm“, in dem man eine beeindruckende Keramik-Kollektion bewundern kann. Von hier genießen wir einen letzten Blick auf die Brücke, die Stadt und den Monte Grappa. Ci rivediamo!

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