Kreatives Craftbeer aus Klagenfurt

Ihre Biersorten tragen so klingende Namen wie El Dorado, Waikiki oder Valhalla. Zwei junge Klagenfurter wagten 2018 den Schritt in die nebenberufliche Selbstständigkeit und gründeten ihre eigene Kleinstbrauerei.
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Das kreative Carantana Craftbeer: Schmackhafter Gerstensaft aus Klagenfurt

Klagenfurt beheimatet seit einiger Zeit ein Craftbeer Start-Up mit viel Geschmack. Die beiden Jungunternehmer, Clemens Springer und Alexander Macnik, brauen hier mit viel Regionalität das charakteristische Carantana Craftbeer. „Wenn irgendwer auf die Idee kommt so etwas zu versuchen, dann soll er es besser bleiben lassen“, sagt Clemens Springer lachend. „Eine Kleinstbrauerei bedeutet enorm viel Aufwand. Wenn man Zeit hat, kann man es versuchen, aber neben dem Beruf ist es eine irre Doppelbelastung“, betont der im Hauptberuf als Zahnarzt tätige Bierbrauer weiter. Hat man anfangs, mit teils in ganz Österreich zusammengetragenen Milchtanks gerade mal 160 Liter produzieren können, strebt man nun nach Höherem. „Die ersten Tanks haben wir in Eigenregie geschweißt und auch die komplette Sensorik und Elektrik wurde selbst verbaut“, so Alexander Macnik. Inzwischen verfügt man über eine moderne Anlage, mit der man bis zu 1000 Liter Bier brauen kann. „Bier brauen bedeutet viel Arbeit: Ein Brautag dauert immer um die acht bis zehn Stunden, ganz egal ob du 10 oder 1000 Liter braust,“ erzählen die beiden Brauer. Ihr Zukunftstraum wäre, um die 100.000 Liter pro Jahr produzieren zu können.

Die Vielfalt des Bieres
„Es ist wie bei Alice im Wunderland. Irgendwann fällt man praktisch ins Loch rein und entdeckt die Faszination, ganz viele Wege und Optionen, die man nehmen kann. Wenn man dann einmal in diesem Kaninchenbau drinnen ist, geht man seinen Weg begeistert weiter“, betont Springer. So schmecken auch die Biere von Carantana alle ein wenig anders. „Viele kennen einfach nur den Märzengeschmack. Wir wollten etwas Anderes machen. Bier soll Geschmack haben und nicht immer gleich sein“, ergänzt der Klagenfurter. So schmeckt z.B. ihr beliebtestes Bier, ein helles Blonde Ale namens El Dorado, eher fruchtig mit einem Hauch von Holunder und Honig. Dieses wird vor allem im Sommer gerne genommen und eignet sich mit gerade mal 3,9% Alkohol ideal als Begleiter zum gemütlichen Grillabend.

Bierbrauer aus Leidenschaft: Alexander Macnik und Clemens Springer

Bierbrauer aus Leidenschaft: Alexander Macnik und Clemens Springer

Langer Weg zum eigenen Bier
„Wir kamen schnell drauf, dass Vieles was man über Bierbrauen liest, so in Klagenfurt nicht umsetzbar ist. Dies liegt in erster Linie am sehr harten Klagenfurter Wasser. Wir wollten dieses aber nicht mit Osmosefilter und Chemie aufbereiten“, erläutern die Jungunternehmer. Die Challenge war es, die Rezepte – welche alle selbst kreiert sind – an das Wasser anzupassen und nicht umgekehrt. „Wir brauen hauptsächlich obergärig, das heißt das Bier wird bei 18-24 Grad vergoren. Durch die schnelle Gärung hat man mehr Geschmacksnoten im Bier“, erzählt Springer fachmännisch. Obergärige Craftbiere sind auch alle viel stärker gehopft. „Es gibt nicht nur Bitterhopfen, sondern auch Gaumenhopfen und Aromahopfen. Ein Märzen hat z.B. 80g Hopfen auf 100 Liter. Ein Indian Pale Ale, kurz IPA, wie unser Voodoo hat 800g Hopfen auf 100 Liter, aber eben null Bitterkeit in sich“, erklärt Macnik weiter. So steuern die Fachmänner über Hopfen und Malz sowie Brautemperatur und Rastzeiten den Geschmack des Bieres.

Die neue Anlage erlaubt die Produktion von bis zu 1000 Liter Bier.

Die neue Anlage erlaubt die Produktion von bis zu 1000 Liter Bier.

Regionalität und biologische Zutaten
Carantana Craftbeer versucht möglichst regionale und biologische Produkte zu verwenden. So kommt u.a. das Malz für die Produktion aus der Steiermark. „Ganz regional geht es leider nicht immer. Unser Hopfen kommt von einem Großhändler aus Deutschland, da wir nicht alle Sorten in Österreich bekommen. Ende April, Anfang Mai machen wir auch ein Fichtenwipfelbier – das ist dafür vollkommen regional mit Fichtenwipferl aus Kärnten verfeinert“, erklärt Alexander Macnik abschließend.

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