Nicht ohne meinen Kaffee

Am 1. Oktober wurde der „Tag des Kaffees“ gefeiert. Ein guter Grund, um sich über die Trinkgewohnheiten im Alpen-Adria-Raum Gedanken zu machen.
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Am liebsten trinken wir unseren Kaffee zuhause, und dann genießen viele einen cremigen Cappuccino mit geschäumter Milch.

Kaffee ist ein aromatischer Muntermacher und Europäer sind weltweit die größten Konsumenten. Allen voran Niederländer und Skandinavier, die sich im Schnitt vier bis fünf Tassen am Tag genehmigen. Und wir Österreicher? Laut einer Studie von GfK trinken wir sogar mehr Kaffee als Wasser und Bier! Nämlich über 150 Liter pro Person und Jahr.

Österreich ist ein Kaffeetrinkerland und durchschnittlich verbraucht jeder von uns rund 6 Kilogramm Kaffee.

Österreich ist ein Kaffeetrinkerland und durchschnittlich verbraucht jeder von uns rund 6 Kilogramm Kaffee.

Cappuccino vor Verlängertem
Am liebsten genießen wir unser Lieblingsgetränk zu Hause oder bei der Arbeit und da verdrängen die praktischen Espressomaschinen schön langsam die guten alten Filterkaffeemaschinen. Waren früher Verlängerter, Melanche, Großer Brauner oder Kleiner Schwarzer en vogue, trinkt man heute lieber einen Cappuccino, Caffè Latte oder Espresso. Kuhmilch bleibt nach wie vor Favorit, allerdings erfreuen sich pflanzliche Alternativen immer größerer Beliebtheit.

Wenn Italiener einen „Caffè“ bestellen, meinen sie damit einen Espresso.

Wenn Italiener einen „Caffè“ bestellen, meinen sie damit einen Espresso.

Schnell, schnell
In Italien muss es schnell, also „espresso“ gehen – in der Früh, nach dem Essen oder einfach zwischendurch an der Bar im Stehen, wo er übrigens günstiger ist, als am Tisch. Wenn der Italiener „Caffè“ sagt, ist das immer ein Espresso und der muss kurz, stark und heiß sein. Zuhause wird er am liebsten mit der Moka, der zusammenschraubbaren Espressomaschine, gemacht und schon die Kleinsten wissen, dass diese „gruuuhhh“ macht. Cappuccino oder Caffè latte oder Caffè macchiato (mit ein bisschen Milchschaum) gibt’s übrigens nur zum Frühstück. Absolutes No-Go: Cappuccino nach dem Essen, das ist eine deutsche Unsitte. Schwarzer Kaffee dient nämlich der Verdauung und mit Milch erreicht man genau das Gegenteil.

Bialetti steht in Italien für die Moka-Espressomaschine, so wie Tixo bei uns für den Klebestreifen.

Bialetti steht in Italien für die Moka-Espressomaschine, so wie Tixo bei uns für den Klebestreifen.

Eine Tasse Kaffee
In Slowenien hat sich die Tasse Kaffee sogar in der Kunst verewigt. Eine Kurzgeschichte des berühmtesten Schriftstellers Ivan Cankar heißt „Ena kodelica cava“, also eine Tasse Kaffee, und eines der berühmtesten Gemälde Sloweniens ist die „Kofetarica“, Kaffeetrinkerin. Es stammt von der Malerin Ivana Kobilca und hängt in der Nationalbibliothek in Ljubljana. Slowenen trinken ihren Kaffee traditionell schwarz und lang. Die Bohnen dafür werden gerne von einer der vielen kleinen Röstereien gekauft, frisch gemahlen und gerne auf türkische Art zubereitet. Aber natürlich schwappt auch hier der Cappuccino-Latte-Trend langsam herüber. Liebhabern des aromatischen Getränks empfehlen wir den Besuch von einem der Kaffee-Festivals in Vrhnika, Celje oder Ptuj, wo im Hotel Mitra die erste Kaffeerösterei des Landes gegründet wurde.

Die „Kofetarica“ der berühmtesten slowenischen Malerin Ivana Kobilca wird die „Mona Lisa“ Sloweniens genannt.

Die „Kofetarica“ der berühmtesten slowenischen Malerin Ivana Kobilca wird die „Mona Lisa“ Sloweniens genannt.

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