Kren: Erdige Wurzel mit Biss

Kren sorgt für die gewisse Schärfe im Leben. Gerade jetzt im Winter sorgt die kräftig schmeckende Wurzel für viel Geschmack auf den heimischen Tellern.
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Frisch gerissen schmeckt er am Besten: Der Kren

Die erste Krenernte des Jahres findet in Österreich zumeist im Dezember statt. So kann man aktuell bereits wieder frischen Kren aus heimischer Produktion kaufen und genießen. Zu einer hohen Wahrscheinlichkeit kommt dieser Kren dann aus der Steiermark, weil dort befinden sich über 99 % der Anbauflächen in unserem Land. Wer im Supermarkt zu einem Glas Kren greift liest daher auch sehr oft „Steirischer Kren“ am Etikett. Aber natürlich ist Kren dann am Besten, wenn er vom Bauern ums Eck kommt – natürlich vorausgesetzt es befindet sich ein solcher in Ihrer Nähe. Egal woher der Kren auf ihrem Tisch kommt: Schärfe muss sein!

Übrigens: Der Steirische Kren ist besonders für seine Schärfe bekannt und gibt so jeder zünftigen Brettljause oder jedem schmackhaften Gericht den gewissen Schwung. So ist der heimische Kren ein Gaumenschmaus für ihre Geschmacksnerven.

Anbau und Verarbeitung
Der Krenanbau benötigt einen ziemlich aufwändigen Arbeitsschritt: das sogenannte „Kren heben“. Dabei müssen alle Krenwurzeln nach zwei Monaten Reifezeit in der Erde, von Hand ausgegraben werden und von ihren Seitenwurzeln befreit werden. Die übrig bleibende dicke Hauptwurzel wird dann wieder eingegraben und sorgt schlussendlich für das so beliebte kräftige Endprodukt voller Schärfe.

Auch bei der Verarbeitung gilt es Einiges zu beachten: Kren wird bevorzugt nicht gerieben, sondern „gerissen“. Das Krenreißen gelingt am besten, indem man die Wurzeln senkrecht zur Reibefläche hält und je nach Geschmack eine feine oder grobe Reibe verwendet. 

Zum Abschluss noch ein Rezept-Tipp für Kren-Liebhaber. Nach dem Motto „Nudeln gehen immer“ gibt es eine winterliche Variante mit karamellisierten roten Rüben und feuriger Krensauce.

Pasta mit Roten Rüben und Krensauce (für 2 Personen)

Zutatenliste:

Die Zubereitung:

  • Frisch gerissener Kren (nach Geschmack)
  • 1 Zwiebel
  • 150 g gekochte Rote Rüben
  • 140 g Nudeln
  • 3-4 EL Kärtnermilch Sauerrahm (oder ca. ein halber Becher)
  • Öl und Essig
  • Salz und Pfeffer
  • Schnittlauch
Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und in Öl glasig andünsten. Mit Zucker bestreuen und karamellisieren lassen. Dann mit einem Schuss Essig und der Gemüsebrühe ablöschen und eine Weile köcheln lassen. Nun kommen die bereits gekochten und gewürfelten roten Rüben hinzu. Das ganze aufkochen lassen und zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Krensauce den Sauerrahm mit der gewünschten Menge an „gerissenem“ Kren vermischen. Nebenher die Nudeln nach Anleitung kochen (Anm.: Wir empfehlen Bandnudeln). Anschließend die roten Rüben und die Sauce anrichten und mit einer großen Portion Schnittlauch bestreuen. Wir wünschen guten Appetit!

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