Schau wie schön!

Kurze Wanderungen, bei denen man schöne Aussichten genießen oder Besonderheiten entdecken kann, stehen diesmal am Programm. Bei unseren Ausflugstipps im Alpen-Adria-Raum spielt die Natur die Hauptrolle.
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Auf Rilkes Spuren wandeln

Der Dichter Rainer Maria Rilke verbrachte einige Zeit im Schloss von Duino und wanderte gerne den malerischen Küstenpfad hoch über dem Meer entlang, der später nach ihm benannt wurde. Die weißen Steilwände und die Aussicht über das blaue Meer sollen ihn zu seinen „Duineser Elegien“ inspiriert haben. Verständlich, denn die Tour auf dem 2,2 Kilometer langen „Sentiero Rilke“, der Sistiana mit Duino verbindet, ist wahrlich ein Erlebnis. Wir sind in Sistiana gestartet, wo man beim Infopoint gut parken kann. Vorbei am Camping Village Mare Pineta geht’s rund eine Dreiviertelstunde über den flachen aber oft steinigen Weg (Trittsicherheit und festes Schuhwerk) durch das teilweise bewaldete Naturschutzgebiet bis zum Schloss von Duino. Unterwegs laden Aussichtspunkte und Bänke zum Verweilen, die „Ristobar Rilke“ und das „Cavalluccio“ in Duino zur köstlichen Einkehr mit Meerblick ein.

Im Anlitz der Drei Zinnen

Im Herzen der Dolomiten liegt der kristallklare Lago di Misurina, auf Deutsch Misurinasee. Er befindet sich zwischen Venetien und Südtirol auf einer Seehöhe von 1.755 Metern. Der kristallklare Bergsee nahe Cortina d`Ampezzo ist an sich schon wunderschön, was Naturliebhaber aber vollends begeistert, ist die umliegende Bergwelt: Drei Zinnen, Cristallo- und Cadini-Gruppe. Der Panoramablick auf die herrlichen Berge ist der Pluspunkt auf dem 2,7 Kilometer langen Seenrundweg, der in 45 Minuten zu schaffen ist. Wer länger unterwegs sein möchte, der nimmt den Rundweg bis zum Antorno See – für die 6,6 Kilometer sollte man zwei Stunden einrechnen. Zur Stärkung kehrt man in die Malga Misurina oder Pizzeria Edelweiß ein. Tipp: Am See gibt’s einen Bootsverleih, mit dem Auto kann man bis zum Parkplatz am Fuße der Drei Zinnen fahren.

Hoch über dem Bleder See

Im Süden des Bleder Sees, auf Slowenisch Blejsko jezero, liegt der Hausberg Mala Straža. Von seinem Gipfel (646 Meter) genießt man eine tolle Aussicht auf den See, seine Insel und die Julischen Alpen mit dem Triglav, den höchsten Berg Sloweniens. Man erreicht diesen zu Fuß von mehreren Startpunkten an der südlichen Seepromenade aus, der Weg ist nicht schwierig und in einer Dreiviertelstunde zu schaffen. Wer es bequemer haben möchte, fährt mit dem Sessellift hinauf, hinunter geht’s für Abenteuerlustige mit der Sommerrodelbahn. Wer in Bled ist, muss natürlich auch die Original-Bleder-Cremeschnitte verkosten, die dort, wo sie erfunden wurden, am besten schmeckt: im Cafè Park direkt am See. Tipp: Lassen Sie sich mit einer „Pletna“, dem traditionellen Holzboot, auf die Insel bringen, läuten Sie dort die Wunschglocke und besuchen Sie Potičnica, die Potitzenbäckerei.   

Erlebnis am Baumwipfelpfad

In den endlosen Wäldern des Pohorje-Gebirges bei Maribor-Marburg kann man auf dem Baumwipfelpfad (slow. Pot med krošnjami Pohorje) dahinspazieren, vom Holzturm aus die Natur entdecken und den Blick über die grüne Landschaft schweifen lassen. Rund eine Stunde dauert der Spazierweg auf den exakt 1.043 Meter barrierearmen Holzstegen, unterwegs bieten mehrere Erlebnis- und Lernstationen Spaß sowie Informationen über die Flora und Fauna Sloweniens. Highlight ist der 37 Meter hohe Aussichtsturm, von dem man das Land von der Vogelperspektive aus bestaunen kann. Auf Mutige wartet ein besonderes Erlebnis: die 62 Meter lange Rutsche im Inneren des Turms, auf der man für zwei Euro zum Waldboden hinuntersausen kann. Der Eintrittspreis kostet 16 Euro für Erwachsene und 12 für Kinder (3-14 Jahre), es gibt auch Familienpakete. www.treetop-walks.com/pohorje/de-at/.

Wandern durch die Weinberge

Mitten in den Weinbergen des Schilcherlandes findet man eine Aussichtswarte, von der man einen Traumblick auf die malerische Landschaft der Südsteiermark genießen kann. Sie liegt in Bad Gams bei Deutschlandsberg und an klaren Tagen reicht die Aussicht über die Weingärten von der Koralpe bis zur slowenischen Grenze. Man erreicht sie über verschiedene Wanderwege, zum Beispiel den Panoramarundweg Bad Gams (8,7 Kilometer) oder den Weinbergweg (5,8 Kilometer). Unterwegs laden Winzer und Buschenschänken zur Einkehr ein, wo zur Jause natürlich der berühmte Schilcherwein getrunken wird. Mehr unter www.steiermark.com/de/Suedsteiermark.

Wulfeniablüte auf dem Gartnerkofel

Am Nassfeld blüht eine besondere Blume, die jedes Jahr Botaniker und Besucher aus aller Welt in die Karnischen Alpen lockt: die blaue Wulfenia. Sie ist streng geschützt und wächst nur in diesem Gebiet in Kärnten, Unterarten sind im Himalaya und in Albanien bekannt. Sie blüht von Mitte bis Ende Juni am Fuße des Gartnerkofels und man kann sie bei einer leichten 5,3 Kilometer langen Wanderung, die reine Gehzeit beträgt etwa zwei Stunden, bestaunen. Diese startet bei der Bergstation der Gartnerkofelbahn (1.888 m) und verläuft über Almwege auf den Kammleitengipfel (1.998 m). Über die Watschiger Alm, wo regionale Köstlichkeiten wie Gailtaler Käse und Speck serviert werden, geht’s dann hinunter zur Talstation der Gartnerkofelbahn auf 1.409 Metern Seehöhe.

Informationen

Die beschriebenen Touren sind auch auf dem Wanderportal outdooractive.com zu finden.

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