Städtetrips: Erlebnisse, die bleiben

© Bologna Adobe Stock
Wir stellen diesmal vier bezaubernde Hauptstädte vor, von denen manche noch echte Geheimtipps sind. Wien und Bratislava werden aufgrund ihrer Nähe und gemeinsamen Geschichte gerne als „Zwillingsstädte“ bezeichnet. Man kann sie ganz wunderbar miteinander kombinieren. Laibach wartet als jüngste Metropole Europas mit verblüffenden Highlights und Bologna kann als Hauptstadt der Genuss-Region Emilia Romagna aus dem Vollen schöpfen.
Schnell mal nach Wien
Dank Koralmbahn und Schnellzügen ist Wien aus dem Süden nun um einiges schneller und bequemer zu erreichen. Zu einem Besuch in der Bundeshauptstadt zählen die bekannten Sehenswürdigkeiten wie Stephansdom, Hofburg und Schatzkammer, Kunsthistorisches und Naturhistorisches Museum, Schloss und Tiergarten Schönbrunn, Oberes Belvedere, Prater und Wiener Riesenrad einfach dazu. Abseits davon laden weniger bekannte wie das SchokoMuseum oder die Schlumberger Kellerei zum Besuch ein, ein Erlebnis ist die „Dritte Mann-Tour“ durch Wiens Kanalisation. Bei einem Spaziergang über Wiens Märkte kann man den multikulturellen Charme der Stadt hautnah erleben. Den Naschmarkt kennt jeder, doch die kleineren bieten viel mehr Flair: Lassen Sie sich auf dem Kutschker-, Meidlinger- oder Brunnenmarkt in entspannter Atmosphäre treiben und probieren Sie in den netten Lokalen rundherum marktfrische Köstlichkeiten aus aller Welt. Zum beliebten Treffpunkt ist auch der neue Foodie-Hotspot, die Markterei im 9. Bezirk, geworden. Die perfekten Begleiterinnen für Ihren Wien-Besuch sind Ivie, die digitale City Guide App, sowie die Vienna City Card, die freie Fahrt mit den Öffis und viele Rabatte inkludiert. So auch auf das Ticket für den Twin City Liner, einen modernen Highspeed-Katamaran, der Wien in nur 75 Minuten mit Bratislava verbindet.
Ausflug nach Bratislava
Von der Schiffsstation Wien City geht’s damit über die Donau in die charmante Hauptstadt der Slowakei. Die Schiffsanlegestelle liegt auch in Bratislava, dem früheren Pressburg, ganz zentral und in wenigen Schritten ist man in der Altstadt, deren Sehenswürdigkeiten man bei einem Spaziergang entdecken kann. Er beginnt bei der historischen Salvator Apotheke und dem gotischen Martinsdom, einst Krönungskirche, von dem es zur barocken Burg mit Schatzkammer und Museum hinaufgeht. Vom Kronenturm und der Burgterrasse genießt man eine tolle Aussicht auf die darunterliegende Stadt. Es geht weiter zum Michaelertor und von dort schlendert man über die malerische Michalská-Straße Richtung Hauptplatz. Unterwegs findet man urige Lokale, auf deren Karte man typische Speisen wie Bryndzové halušky, Brimsennockerln mit Speckwürfeln, findet. Wer historische Kaffeehäuser liebt, muss die Konditorei Kormuth besuchen. Am zentralen Platz Hlavné námestie kann man das Alte Rathaus, den Maximilianbrunnen und den „Schöne Náci“, eine der vielen originellen Skulpturen der Stadt, bewundern. Über die Most SNP-Brücke erreicht man ein weiteres Highlight, die Aussichtsplattform UFO, die auf ihrem Stützpfeiler in 85 Metern Höhe thront. Mit dem Aufzug ist man schnell oben und genießt den Rundumblick, von Dachterrasse, Restaurant und Bar.
Unten am Donauufer lädt die „schwimmende Brauerei“ Dunajsky Pivovar zum Besuch ein. Es geht zurück zur Anlegestelle und wenn noch Zeit bleibt, sollte man im Eurovea vorbeischauen. Das moderne Einkaufszentrum an der Flusspromenade ist riesig und bietet jede Menge Unterhaltung.
Bologna: gebildet, fett und rot
La Dotta, la Grassa, la Rossa – so nennen Italiener die alte Universitätsstadt Bologna, berühmt für hervorragendes Essen und historische Gebäude aus roten Ziegeln. Die schöne Altstadt mit ihren vielen Türmen und Arkadengängen kann man bequem in einem Rundgang erkunden. Am besten startet man bei der Piazza Maggiore, denn rund um den Hauptplatz spielt sich das Leben ab, stehen die wichtigsten historischen Gebäude. In einem davon, dem Palazzo del Podestà, ist die Touristeninformation untergebracht, in der man Stadtpläne, Tickets etc. erhält (bolognawelcome.com). Gegenüber liegt das Rathaus im Palazzo d’Accursio, von dessen Uhrturm aus man einen tollen Blick über die Stadt genießt. Die Piazza wird von der Basilica di San Petronio, der fünftgrößten Kirche der Welt, dominiert. Daneben liegt die Piazza del Nettuno mit dem Neptunbrunnen und der Salaborsa, der öffentlichen Multimedia-Bibliothek. Ein Besuch des ältesten Universitätsgebäudes Palazzo dell‘ Archiginnasio mit seinem Anatomischen Theater gehört zum Pflichtprogramm. Die Kür erfolgt rund um das historische Handwerksviertel „Quadrilatero“, wo das kulinarische Herz der Stadt schlägt. Trattorien, Osterien sowie Feinkostgeschäfte wie das „Tamburini“ anno 1932 reihen sich aneinander. Im „Mercato di Mezzo“ kann man von früh bis spät Spezialitäten kaufen und schmausen: Aus Bologna kommen etwa Mortadella, Ragù (alla bolognese), Lasagne und Tortellini. La Grassa? Ja, man muss schon aufpassen, dass man nicht mit ein paar Kilos mehr heimfährt.
Lebendig, lebensfroh: Laibach
Es ist dieser ganz besondere Charme von Laibach, in der Landessprache Ljubljana, der einen sofort in seinen Bann zieht: Hier treffen Alt und Jung, Balkan und Mitteleuropa, altösterreichische Architektur und mediterranes Lebensgefühl aufeinander. Laibach ist nicht nur eine der kleinsten, sondern auch jüngsten Hauptstädte Europas. Erst 1991 wurde sie Sloweniens politisches Zentrum und rund 50.000 Studierende – bei 300.000 Einwohnern – senken den Altersdurchschnitt der Universitätsstadt beträchtlich. Sie sorgen auch dafür, dass es hier so lebendig und fröhlich zugeht, vor allem im Ausgehviertel an der Ljubljanica, in den Gassen zwischen Stari und Gornji Trg in der Altstadt, rund um den Marktplatz und die „Drei Brücken“. Diese wurden vom berühmten Architekten Jože Plečnik entworfen, dessen Werke das Stadtbild prägen. Vergessen Sie nicht, ein Foto vom Wahrzeichen der Stadt, der Drachenbrücke, zu machen, und an der Metzgerbrücke ein Liebesschloss anzubringen. Zahlreiche klassische, moderne und kulinarische Veranstaltungen wie das Ljubljana Festival oder der Streetfoodmarkt Odprta kuhna beleben die Stadt.
Nicht entgehen lassen sollte man sich die Burg, die man zu Fuß, mit dem Bummelzug oder der Standseilbahn erreicht. Der Blick über die Stadt bis zu den Bergen ist einfach sensationell. Wer Laibach von einem anderen Blickwinkel aus erleben möchte, sollte eine Bootsfahrt auf der Ljubljanica machen, die man in der warmen Jahreszeit sogar mit dem SUP erkunden kann.
Weitere Beiträge

































