Weinwandern: Genussvoll durch die Weinberge

© Kalterer Weinweg © IDM Südtirol-Alto Adige:Benjamin Pfitscher
Rund um den Kalterer See findet man eines der schönsten Weinbaugebiete Südtirols. Es ist die Heimat des Vernatsch, der ältesten autochthonen Rebsorte der Region, aus der ein fruchtig-geselliger Rotwein, den man am besten kühl genießt, gekeltert wird. Der See ist auch Namensgeber des geschützten Ursprungsgebietes „Kalterersee DOC“, das man bei einer leichten Rundwanderung am wein.weg Kaltern erkunden kann. Dieser führt in einer Achterschleife mit Kreuzpunkt Kaltern zum See hinunter und nach Oberplanitznig hinauf (16 km, Gehzeit 4,5 Std). In den malerischen Gassen von Kaltern sollte man in der urigen Vinothek von Greti Battisti vorbeischauen, am Weg durch die Weingärten findet man zahlreiche Weinhöfe für die genussvolle Einkehr. Tipp: Wein-Wegweiser zum Downloaden auf kaltern.com, „Kalterer Weinkulinarium“ am 3. Oktober.
Weinwandern in der Brda
Eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch: Zwischen grünen Weinbergen, Obst- und Olivenhainen lugen pittoreske weiße Dörfer, Schlösser und Villen hervor, verbunden durch schmale Wege, auf denen man das Görzer Hügelland im Westen Sloweniens erkunden kann. Viel Aussicht genießt man am „Trail 3 Drugmbernca“, der vom Schloss Dobrovo zum Aussichtsturm Gonjače hinauf und über das historische Städtchen Šmartno retour führt (10,8 km, Gehzeit 3 Std., brda.si/de). Unterwegs kann man bei freundlichen Winzern wunderbare Weine wie „Rebula“ – der blumig-frische Weißwein aus einer alten autochthonen Rebsorte ist das Aushängeschild – verkosten. In den Tourismusbüros ist eine aktuelle Liste jener Betriebe, die man ohne Reservierung besuchen kann, erhältlich. Zurück in Dobrovo lädt die Gemeindekellerei Klet Brda zum Gustieren ein.
Zwischen Schlössern und Weinbergen
Cormòns ist das Zentrum des italienischen Collio, bekannt durch seine Weißweine Ribolla Gialla und Friulano. In der lokalen „Enoteca“ kann man die besten Tropfen regionaler Winzer wie Vidussi, Pighin oder Villa Russiz verkosten – aber besser erst nach der Wanderung am „Sentiero delle Vigne Alte“ (outdooractive.com). Diesem gekennzeichneten Weinwanderweg folgen wir rund drei Kilometer von der Ortschaft Subida im Westen von Cormons bis nach Spessa. Über Schotterwege und durch schattige Wälder geht es zu den höchstgelegenen Weinbergen des Collio hinauf, unterwegs laden urige Agriturismi zur Einkehr ein. Im Castello di Spessa kann man sich im Bistro oder in der „Hostaria del Castello“ stärken, bevor es auf selbem Weg wieder zurückgeht. Wer sich belohnen möchte, lässt sich in der bekannten „Trattoria Al Cacciatore La Subida“ kulinarisch verwöhnen.
Über den Weinberg der Wiener
Gleich zwei bekannte Weinorte verbindet dieser 5,5 Kilometer lange Wanderweg am Stadtrand von Wien: Grinzing und Nussdorf (weinwandern.at). Er führt in knapp zwei Stunden über den Nussberg mit seinen grünen Weinbergen, von dem aus man den Blick über die Stadt schweifen lassen kann. Zur schönen Aussicht genießt man in den netten Buschenschanken und Heurigen am Weg spritzige Weine wie den Wiener Gemischten Satz sowie kalte oder warme Heurigenspezialitäten, die mal traditionell, mal modern interpretiert daherkommen. Namhafte Winzer wie Wieninger, Mayer am Pfarrplatz oder Sirbu haben zwischen den Weinreben Biertische, Liegestühle und Sandkisten aufgestellt, was zum entspannten Verweilen an der frischen Luft einlädt. Die meisten haben nur bei Schönwetter und am Wochenende geöffnet.
Genuss am Klöcher Traminerweg
Der Duft von Rosen ist ständiger Begleiter bei dieser schönen Tour. Der kommt nicht nur von den Rosenstöcken, die am Beginn der Rebzeilen blühen, sondern auch vom aromareichen Traminer. Im steirischen Vulkanland herrschen ideale Bedingungen für die alten Rebsorten Roter und Weißer Traminer sowie Gewürztraminer, die man am „Traminerweg“ kennenlernen kann. Er besteht aus zwei gut markierten Rundwegen: der Seindl- (7 km, 3 Std.) und der Hochwarth-Runde (6,5 km, 2,5 Std.). Diese führen in einer Achterschleife durch sanfte Weinberge, Wiesen und Wälder (Wanderkarte auf kloech.com). Ausgangspunkt ist die Vinothek in Klöch, unterwegs kann man sich in den Weingütern mit Buschenschank wie Giessauf-Nell oder Zum Kellerstöckl stärken, es gibt auch Selbstbedienungsstationen und Rastplätze mit Aussicht. Die ist auch vom Aussichtsturm mit Skywalk am Weingut Müller spektakulär.
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